Schwabinger Hof-Flomärkte

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Wir freuen uns sehr, 2021 die Hofflohmärkte Schwabing zusammen mit René Götz im Rahmen der Serie der Hofflohmärkte München zu organisieren!

Die Hofflohmärkte in Schwabing finden pandemiebedingt an mehreren Terminen statt!
Jeweils Samstag 14. August, 4. September sowie 9. Oktober.

Anmeldung dieses Jahr nur unter https://www.hofflohmaerkte.de/muenchen/

Der Benefiz-Flohmarkt zugunsten der Nachbarschaft Schwabing muss dieses Jahr ausfallen!

Anmeldung

im Jahr 2021 nur über die Homepage https://www.hofflohmaerkte.de/muenchen/

Spielregeln

Das Areal der Schwabinger Hof-Flohmärkte reicht von der Georgenstraße bis zum Petuelring, von der Barbarasiedlung und dem Ackermannbogen bis zum Englischen Garten.
Hof-Flohmärkte finden nur auf privatem Grund statt, also im Hinterhof oder Vorgarten.
Die Hausbewohner verkaufen im eigenen Hinterhof. Händler sind nicht zugelassen! Wir machen eine nachbarschaftliche, nicht-gewerbliche Aktion! Jede Hausgemeinschaft übernimmt die Verantwortung für das Geschehen in ihrem Hof. Das Einverständnis des Hausbesitzers ist Voraussetzung.

Tipps

  • Wenn der Hof auch als Parkplatz genutzt wird, suchen Sie frühzeitig nach einer einvernehmlichen Lösung.
  • Vermeiden Sie Lärm und achten Sie auf Pflanzen im Hof.
  • Gemeinsam Aufräumen gehört dazu! Was nicht in die Mülltonne passt, wird wieder eingepackt.
  • Trittbrettfahrer sind nicht erwünscht. Häuser, die sich nicht angemeldet haben, gehören nicht zur Aktion der Schwabinger Hof-Flohmärkte!

Gelebte Nachbarschaft

In Schwabing wurden die Hof-Flohmärkte erfunden: Seit dem Jahr 2000 organisiert die Nachbarschaft Schwabing in der Seidlvilla diese nachbarschaftliche Aktion.

Bewohnerinnen und Bewohner von letztens rund 400 Schwabinger Häusern präsentieren einmal im Jahr Schätze aus Küche, Keller und Kinderzimmer in ihren Hinterhöfen zum Verkauf. Zeitgleich!

Die Schwabinger Hof-Flohmärkte werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern mitgestaltet. Die Organisation liegt bei der Nachbarschaft Schwabing, in Trägerschaft des Seidlvilla-Verein e.V. Das stadtteilspezifische Projekt fördert das soziale Miteinander und stärkt die regionale Identität in besonderem Maße.
Es gibt weitere positive Auswirkungen: Das Auto wird nicht gebraucht, Ausrangiertes findet einen neuen Besitzer, gut Erhaltenes kommt nicht in die Mülltonne, vieles wird verschenkt! Einzelne Häuser oder Bewohner unterstützten mit ihrem Flohmarkt-Erlös soziale Initiativen.

Entdecken Sie Schwabing einmal anders! Wenn am Tag der Hof-Flohmärkte die Hinterhöfe zur Schnäppchenjagd einladen, gibt es grüne Oasen, liebevoll gepflegte Hinterhöfe, sehenswerte Fassaden und Balkone sowie verwunschene Ecken zu entdecken.

Geschichte

Die ersten Hof-Flohmärkte in München waren die Schwabinger Hof-Flohmärkte, auch damals schon von der Nachbarschaft Schwabing in der Seidlvilla organisiert. Es war im Jahr 2000.

Kaum zu glauben: Damals musste die Macherinnen und Macher ihren Nachbarn erklären, was Hof-Flohmärkte überhaupt sind und wie sie funktionieren können. Es musste Überzeugungsarbeit geleistet werden, da die Hausbewohner Bedenken hatten, ihren privaten Krempel öffentlich zu zeigen. Es machten daher anfangs "nur" 33 Häuser mit. Doch danach waren die Bedenken verschwunden: Der private "Krempel" wurde von anderen heiß begehrt!
So wuchs von Jahr zu Jahr die Beteiligung der Schwabinger Hausgemeinschaften. Heute sind es jährlich mehr als 300!

"Mutter der Hofflohmärkte" titelte 2015 die Süddeutsche Zeitung, denn Dorothee Fichter, Leiterin der Nachbarschaft Schwabing und von Anfang an aktiv für die Schwabinger Hof-Flohmärkte, hatte nicht nur im eigenen Stadtteil Erfolgreiches geleistet. Dorothee Fichter gab das Konzept aktiv an andere Initiativen weiter, die in ihren Stadtteilen selber Hof-Flohmärkte ins Leben riefen.

Gewinn

Das Treiben bei den Hof-Flohmärkten ist bunt, lebendig und zwanglos! Der Gewinn ermisst sich nicht in erster Linie im abends gefüllten Geldbeutel der Verkäuferinnen und Verkäufer, sondern im Spaß an den Begegnungen, den Schnäppchen, dem Miteinander!
Die Hausbewohner kommen (besser) in Kontakt, Nachbarn treffen sich auf dem Weg von Hof zu Hof, man feilscht und fachsimpelt über begehrte Flohmarkt-Artikel...
Die Bezirksausschüsse Schwabing West und Schwabing Freimann unterstützten von Anfang an die Aktion, zu Beginn auch finanziell. Sie machten ihr großes Interesse an der Selbstorganisation und dem Engagement der Hausgemeinschaften deutlich sowie ihren Wunsch, dem nachbarschaftlichen Leben neue Impulse zu geben.

Kehrseite der Attraktivität

Leider kommen zunehmend Verkäufer – auch Händler – nach Schwabing, die hier ein gutes Geschäft wittern. Sie bauen ihren Tisch irgendwo auf, ohne sich an Vorschriften zu halten. Überall in München gilt bei Hof-Flohmärkten: Öffentliche Plätze, Gehwege und Parkbuchten sind tabu!

Nicht erwünscht sind auch Trittbrettfahrer, also Häuser, die ihren Flohmarkt abhalten ohne sich anzumelden. Sie profitieren von der Werbung der Schwabinger Hof-Flohmärkten ohne dazu einen Beitrag zu leisten. Also: bitte anmelden!

Erfolge

Die Schwabinger Hof-Flohmärkte haben Erfolgsgeschichte geschrieben: Sie sind das Vorbild für Aktionen in anderen Münchner Stadtteilen und anderen Städten. Engagierte Bürgerinnen und Bürger übernahmen das Schwabinger Muster und übertrugen es auf ihren eigenen Stadtteil. So entstanden bereits 2003 die Hof-Flohmärkte im Glockenbachviertel. Wenig später starteten Hof-Flohmärkte in der Maxvorstadt, im Lehel, später auch im Olympiadorf, 2017 in Taufkirchen.

Über München hinaus sind die Schwabinger Hof-Flohmärkte das Vorbild: Seit dem Jahr 2010 werden als soziokulturelle Aktion jährlich Nürnberger Hof-Flohmärkte in verschiedenen Stadtteilen organisiert. Im Wiener Bezirk Mariahilf fanden im Jahr 2006 Hof-Flohmärkte statt, natürlich nach dem Konzept aus Schwabing. 2015 gab es in Dieburg Hof-Flohmärkte.

Eine gewerbliche Agentur übernahm ebenfalls das Konzept und führt heute in zahlreichen Münchner Stadtvierteln sowie in weiteren Städten Hof-Flohmärkte durch.

Auszeichnungen

Die Schwabinger Hof-Flohmärkte wurden von der Stadt München als Bürgerprojekt ausgezeichnet, anlässlich des 850. Stadtgeburtstags im Jahr 2008.

 

Muechenmagdich850

Als innovatives Bürgerengagement werden die Schwabinger Hof-Flohmärkte seit 2009 öffentlich präsentiert unter www.weltbeweger.de

 

Weltbeweger

Die Broschüre „Gelebte Nachbarschaft * 2000 – 2010 * 10 Jahre Schwabinger Hof-Flohmärkte“ beinhaltet u.a. zahlreiche Impressionen aus Schwabinger Höfen, fotografiert von den Hausbewohnern, und gibt Eindrücke der beteiligten Hausgemeinschaften wieder.

Kontakt

Dorothee Fichter
Nachbarschaft Schwabing
in Trägerschaft des Seidlvillaverein e.V.
Nikolaiplatz 1b . 80802 München
Telefon: 089.39 82 99
Fax: 089.38 38 01 26
e-mail: info@hofflohmarkt-schwabing.de
www.hofflohmarkt-schwabing.de