Münchner Freiheiten. Zwei Jahre Theresienwiese 2019-2021 - zu sehen ab 13. Januar 2023

 

Fotografische Langzeitbeobachtung von Ursula Zeidler

Wer von der Münchner Theresienwiese spricht, denkt dabei wohl meistens an das Oktoberfest, vielleicht noch an Frühlingsfest, Landwirtschaftsmesse, Tollwood. Und dazwischen? Das Gelände zu Füßen der Bavaria ist für innerstädtische Verhältnisse riesig. Wie wird es genutzt, wer „bespielt“ es? Mit dieser Frage begann die Fotografin Ursula Zeidler ein Projekt, für das sie ab April 2019 ursprünglich ein Jahr veranschlagte, das sie dann aber wegen Corona um ein Jahr verlängerte: Da die sonst üblichen Großveranstaltungen 2020 wegfielen, entstand für die Bürger:innen ein Freiraum, den sie mit Lust und in großer Vielfalt für sich eroberten. Gleichzeitig wurde die Wiesn politisch und zur Bühne für zahlreiche Demonstrationen. Wie schon „vor Corona“ gab es auch 2020 Skaterinnen, Windsurfer, Radler, Laientheatergruppen, Sport und Spiele aller Arten sowie viele, viele Kinder samt Eltern, die sich hier auch im Lockdown außerhalb ihrer vier Wände austoben konnten. Ursula Zeidler komponierte so im Medium der Street Photography eine Art Wimmelbild der Freizeit-Aktivitäten einer urbanen Gesellschaft, die voller Freude den Freiraum nutzt, wenn er denn zur Verfügung steht.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 13. Januar bis 24. Februar täglich (außer am 28./29. Januar sowie 21. Februar) von 12 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Zur Eröffnung am 12. Januar um 19 Uhr laden wir herzlich ein!