19. Januar 2019

Münchner Erzählcafé mit Ursula Gantenberg: "Die Schule für Kranke" als Brücke zur Normalität

Ursula Gantenberg erzählt aus ihrem Leben:

 "Die Schule für Kranke" als Brücke zur Normalität - die Sonderschuldirektorin entwickelte eine neue Schulform

 

In einer Arztfamilie nach dem Krieg aufgewachsen, erlebte Ursula Gantenberg das Leid der Flüchtlingskinder sowie die Polioerkrankung von Schulfreunden. Sie hatte schon früh den Wunsch, kranken Kindern auf ihrem Lebensweg pädagogisch zu helfen. Doch es war ein steiniger Weg, das Recht auf Bildung und Unterricht auch für kranke Kinder durchzusetzen. Nach der Ausbildung unterrichtete Ursula Gantenberg in Berlin sozial benachteiligte Schüler. Anschließend bereitete sie die Einschulung der körperbehinderten „Contergankinder“ in Bayern vor. 1969 wurde sie mit der Gründung der Schule der Pfennigparade für schwerst körperbehinderte und Contergankinder beauftragt. Endlich konnte sie ab 1980 ihre „Schule für Kranke“ aufbauen und damit eine neue Schulform schaffen. 2005 erhielt sie den Staatspreis für Pädagogik und die Medaille „München leuchtet“.

 

 

 

Veranstalter: Nachbarschaft Schwabing und Münchner Bildungswerk

Eintritt: 5 Euro, mit Münchenpaß: 2 Euro

15 - 17 Uhr

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