19. Oktober 2019

Münchner Erzählcafé mit dem Holocaust-Überlebenden Natan Grossmann

Ein Holocaust-Überlebender erzählt: „Ich wurde am 2. Mai 1945 neu geboren“


Natan Grossmann wurde 1927 im polnischen Zgierz bei Lódz geboren. Nach der deutschen Besetzung seiner Heimat wurde er mit seiner jüdischen Familie 1940 ins Ghetto Litzmannstadt (Lódz) zwangsweise umgesiedelt. Ab 1942 war er dort ganz allein, Bruder, Vater und Mutter lebten nicht mehr. Im August 1944 wurde das Ghetto aufgelöst, Natan Grossmann nach Birkenau bei Auschwitz transportiert. Das war seine Rettung, meint er. Am 2. Mai 1945 wurde er auf einem Todesmarsch in Ludwigslust durch US-Truppen befreit.
Natan Grossmann lebte 15 Jahren in Israel und im Kibbuz. Seit 1961 wohnt er in München und ist verheiratet. Zusätzlich zum Erzählen von Natan Grossmann werden Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Linie 41“ von Tanja Cummings (2015) gezeigt, in denen er mit dem Sohn des ehemaligen Nazi-Oberbürgermeisters von Litzmannstadt auf Spurensuche geht.

 

Geschichten aus dem Leben werden seit mehr als 20 Jahren im Münchner Erzählcafé in der Seidlvilla erzählt. Die Blickwinkel subjektiver Erinnerungen und Erlebnisse lassen Zeitgeschichte  und Alltag (wieder) lebendig werden. Die Veranstaltungen sind so unterschiedlich wie die Münchner Bevölkerung vielfältig ist.

Beginn: 15 Uhr

Eintritt 6 Euro, Inhaber des Münchenpasses 2 Euro

Veranstalter: Nachbarschaft Schwabing und Münchner Bildungswerk

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