07. Februar 2020

Ringelnatz-Abend

Literarisch-musikalisch-dramatisches Programm mit Waltraut Elvers, Bratsche, Heidemarie Wiesner, Klavier und Detlef Seydel, Rezitation

München und Berlin galten Hans Bötticher (1883-1934), diesem künstlerisch mindestens doppelbegabten Dichter und Maler, gleich viel. Hier wie dort erlebte er süße Freude und bittres Leid. In Schwabing probierte er sich 1909 erstmals als Bühnenkünstler in Kathi Kobus‘ „Simplicissimus“ aus, zu dessen Hausdichter er bald avancierte. Noch in den 1920er Jahren – ab 1919 nannte er sich Joachim Ringelnatz – trat er dort als Gast immer wieder auf. Bevor er 1920 Leonharda Pieper, die er Muschelkalk nannte, in München heiratete, schaffte er es in der Kriegsmarine mühsam bis zum Leutnant. Mit Muschelkalk nahm er zwar gemeinsam Wohnung in München, tingelte aber fern von dort als reisender Artist bevorzugt über Berliner Bühnen. Erst 1930, nur vier Jahre vor seinem frühen Tod, zog er mit Muschelkalk endgültig nach Berlin, das zu dieser Zeit heftig schillerte.

 

 

Veranstalter: Seidlvilla e.V.

 

 

Foto (c) Olga Posth

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