08. Dezember 2018

Münchner Erzählcafé: Für Hanne Kircher ist die Kunst ein Weg, ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten

Hanne Kircher erzählt: Kunst als Weg - „Wie mich die künstlerische Aufarbeitung meiner Familiengeschichte stärkte“

Hanne Kircher war bereits über vierzig, als sie erfuhr, dass ihr Vater während der Zeit des Nationalsozialismus bei der SA war. Sie wuchs behütet in der Nähe von Stuttgart auf, immer mit der Sehnsucht nach der Ferne. Bereits 1966 reiste sie für dreieinhalb Jahre in die USA und 1972 für fünf Jahre nach Paris. Zurück in Deutschland arbeitete sie in München und absolvierte eine künstlerische und kunsttherapeutische Ausbildung. Ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau konfrontierte sie mit Fragen nach der eigenen Scham, der NS-Verstrickung in der Familie und deren Schweigen. Daraus entstand ein künstlerisches Dokument, dem weitere künstlerisch begleitete Projekte folgten, z.B. der interkulturelle Dialog mit marokkanischen Künstler/-innen oder das britisch-deutsche Projekt zu den Spuren des Ersten Weltkriegs in den Familien.

 

Geschichten aus dem Leben werden seit mehr als 20 Jahren im Münchner Erzählcafé in der Seidlvilla erzählt. Die Blickwinkel subjektiver Erinnerungen und Erlebnisse lassen Zeitgeschichte  und Alltag (wieder) lebendig werden. Die Veranstaltungen sind so unterschiedlich wie die Münchner Bevölkerung vielfältig ist.

Beginn: 15 Uhr

Eintritt 5 Euro, Inhaber des Münchenpasses 2 Euro

Veranstalter: Nachbarschaft Schwabing und Münchner Bildungswerk

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