26. Januar 2018 - 24. Februar 2018

„nebensonnen“

Auf je eigene Weise arbeiten die drei Künstler/innen, die sich über ein Stipendium im irischen artist-in-residence-Programm Cill Rialagh kennenlernten, mit Papier. Dabei ist Papier nicht nur ein Trägermaterial, sondern auch Objekt – und damit auf den Raum bzw. die Wand bezogen.
Stefanie Brünin schafft komplexe Liniengefüge, die aus einer Papierfläche geschnitten fragile Netze und Gitter bilden. Dabei hat das von ihr selbst geschöpfte Papier eine starke skulpturale Präsenz. Lichteffekte unterstreichen die Plastizität und lassen die hellen Papierobjekte auf der Wand scheinbar schweben.

Kate Mac Donagh arbeitet mit Druckverfahren. Die hölzernen Druckstöcke prägen die Papieroberflächen und lassen zusätzlich zur pastosen Druckfarbe ein lebendiges, minimalistisches Relief entstehen. Darüber hinaus schneidet sie die „weiße“ Negativform mitunter ganz aus dem Druckstock heraus und setzt sie als separaten Druckstock ein – es entsteht ein Spiel aus Figur und Grund, Form und Schatten, Ton und Echo.

Thomas Heyl macht in mehrfacher Hinsicht unerwartete Scherenschnitte: das Papier selbst ist halbtransparent und thematisiert damit seine eigene Durchdringung, zudem beziehen opake schwarze Malerei und herausgeschnittene Partien die dahinterliegende Wand mit ein. Heyl entwickelt ein komplexes Verhältnis zwischen Figur und Grund, das an den Farb- und Schnittkanten vielgestaltige Lichtreflexe und Schattenzonen in Dialog setzt.

Die Ausstellung wird am Freitag, 26. Januar um 19 Uhr eröffnet. Die Arbeiten sind bis 24. Februar täglich (außer am Schließwochenende 27./28. 1. sowie Faschigsdienstag, 13. 2.) täglich von 12 bis 19 Uhr zu sehen, Eintritt frei.

 

Abbildung: Thomas Heyl

 

Zurück