22. November 2017

verhört? Henrik Ajax

 

Die Reihe stellt zeitgenössische Komponist/innen und ihre Werke vor. Im November spricht Henrik Ajax mit Michael Zwenzner.

„Nexus“, „Nebelgesänge“ und ein „Trio in drei Sätzen“: Mit drei aktuellen Werken stellt sich der 1980 in Schweden geborene, heute in München lebende Komponist und Pianist Henrik Ajax vor. Der Titel seines Klavierstücks „Nexus“, benannt nach dem lateinischen Wort für Zusammenhang, Verbindung oder Verflechtung, lässt sich für Ajax ganz allgemein auf die Kunst des Komponierens beziehen. Nach den Gedanken Schopenhauers über Kausalität sollte ein musikalischer Verlauf im besten Falle – so Ajax – einer gefühlten inneren Notwendigkeit nachgehen. In „Nebelgesänge“, dem jüngsten Werk des Programms wird die große Klangpalette des Klaviers erforscht. So entsteht eine wie im Halbtraum erlauschte Musik, bei der aus dem Nebel der Klänge immer wieder Gesänge hervorwachsen. Das bereits 2013 entstandene „Trio in drei Sätzen“ folgt mit seiner Tempofolge schnell – langsam – schnell weitgehend der klassischen Anlage mit drei Sätzen, die sich in Gestik und Harmonik deutlich voneinander unterscheiden. Hier verzichtete Ajax im Titel noch bewusst auf alle inhaltlichen Querverweise und komponierte sozusagen im Geiste der „tönend bewegten Formen“ absoluter Musik.

Es spielen Kaori Kashimoto, Klavier, Brigitte Helbig, Klavier, Oliver Klenk, Klarinette und Katerina Giannitsioti, Cello.

 

 

Veranstalter: Seidlvilla und MGNM e.V.

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